Kursdetails

T51205
Altötting - die "Bayerische Staatswallfahrt"
Kunst und Funktion im Kontext von Wallfahrt, Liturgie und Frömmigkeit
Exkursion

Beginn ab So. 17.10.2021, 10.00 Uhr
Kursgebühr 24,00 €
Dauer 1 Tag
Kursleitung Dr. phil. Stefan Schmitt


Altötting zählt zu den bedeutendsten Marienwallfahrtsorten Europas. Die Anfänge des frommen Ortes gehen zurück in die Zeit der karolingischen Herrscher. Nach den Marienwundern von 1489 schwollen die Pilgerströme so an, dass eine neue spätgotische Stifts- und Wallfahrtsbasilika errichtet werden musste. Die bayerischen Herzöge und späteren Kurfürsten bauten unter intensiver Mitwirkung der Jesuiten (Barockkirche St. Magdalena) in der Gegenreformation den frommen Bezirk systematisch zum barocken Wallfahrtsort aus, wobei sogar ein "Idealplatz" mit einem spektakulären und monumentalen Zentralbau geplant wurde. Auch die deutschen Kaiser kamen und Altötting entwickelte sich zum bayerischen "Nationalheiligtum". Als spektakulärer Höhepunkt im Areal entstand vor dem Ersten Weltkrieg die neobarocke Wallfahrtsbasilika St. Anna als größtes deutsches Kirchenbauprojekt des 20. Jahrhunderts.

Das spannende Leitthema dieses Exkursionstages ist die Frage nach der Dynamik von "Kirchenkunst und Funktion". Theologische (liturgische) Paradigmenwechsel veränderten auch in Altötting kontinuierlich die Sakralkunst vom Mittelalter bis heute. Altes verschwand oder wurde überformt und neu interpretiert. Die Beschreibung und Analyse dieses Wandels anhand der bedeutenden Monumente und Kunstwerke Altöttings ermöglicht ein tieferes Verständnis zum Thema "Kirche und Kunst".

Eine Mittagspause findet zur freien Verfügung statt.

Die Exkursion findet bei jeder Witterung statt.






Kursort

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Termine

Datum
17.10.2021
Uhrzeit
10:00 - 15:30 Uhr
Ort
Altötting, Treffpunkt: vor der Gnadenkapelle